Interaktive Bildungsausstellung
Eine immersive Website über jüdische Geschichte,
Kultur und Traditionen
Willkommen auf unserer Website
„Klingende Stolpersteine - sehen, hören, fühlen",
die von der Klasse 7S des CJD Gymnasiums Braunschweig in Kooperation mit KinderKlassik.com e. V. erstellt wurde.
Diese besondere Entdeckungsreise lädt Sie ein, jüdisches Leben, Kultur und Traditionen durch interaktive Angebote, kreative Workshop-Ergebnisse und persönliche Geschichten kennenzulernen.
Entdecken Sie jüdischen Alltag, Feiertage und Bräuche, persönliche Einblicke sowie Impulse für ein respektvolles Miteinander. Interaktive Spiele und unsere „Klingenden Stolpersteine“ machen viele Themen anschaulich und zugänglich.
Unser Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und Verständnis zu fördern, indem wir Besuchern ermöglichen, unsere Website kennenzulernen, um zu sehen, wie wir es sehen.
Einblick in unsere Projektarbeit
Workshop-Ergebnisse
Unsere „Klingenden Stolpersteine“ sind thematisch passend im Rahmen eines Workshops mit 4 Vereinsmitgliedern von KinderKlassik.com über Pfingsten entstanden.
Sie zeigen, dass unsere „Klingenden Stolpersteine - individuell, menschlich, sichtbar“ durch die kreative künstlerische Gestaltung sind.
Ergänzt durch die Klangplatte eines Glockenspiels entsteht eine hörbare Schwingung: eine Art Erinnerung, die in die Gegenwart hinein klingt.
Die Schwingung der Töne steht für die Verbindung der Kulturen und Religionen miteinander. Mehrere „Klingende Stolpersteine“ können als Dialog der Religionen und Kulturen interpretiert werden.
Als möglicher Klang der Hoffnung für die Zukunft.
Stolpersteine für Braunschweig
Das Projekt Stolpersteine holt die Opfer des Nationalsozialismus aus der Anonymität in die Mitte der Städte zurück: Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten Wohnhaus Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt.
Was macht das Projekt so besonders?
Zum einen die verlegten Steine selber:
Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist - das Motto macht das Anliegen deutlich:
Menschen, die in Konzentrationslagern zu einer Nummer wurden, bekommen ihren Namen zurück, nicht in einer zentralen Gedenkstätte, zu deren Besuch man sich bewusst entschließen muss, sondern mitten im Dorf oder in der Stadt, an den Orten, wo die Opfer gelebt, gewohnt, gearbeitet oder gelernt haben. Braunschweiger von heute, die als Nachkommen die dunklen Seiten von Geschichte - und oft auch der Gegenwart - gerne verdrängen, stolpern plötzlich bei alltäglichen Wegen über die blinkenden Platten. Dabei ist Stolpern nicht wörtlich gemeint - die Steine werden plan verlegt - sondern, wie es ein Schüler ausdrückte, der nach der Stolpergefahr gefragt wurde: „Man stolpert nicht und fällt hin - man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“
Besonders ist das Projekt auch durch die Zusammenarbeit mit den Schulen:
Der Verein Stolpersteine für Braunschweig arbeitet bewusst mit Braunschweiger Schulen zusammen, auch schon mit der Jugenddorf-Christophorus-Schule. Die Schülerinnen und Schüler sind es, die - begleitet von Lehrerinnen und Lehrern - im Vorfeld die Recherche betreiben, um möglichst viel über das Schicksal eines Menschen oder einer Familie herauszufinden. Sie identifizieren sich mit diesen Opfern und sind so in einer kognitiven und emotionalen Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus - schon im Vorfeld der Verlegung erfolgt sozusagen ein Stolpern bzw. Lernen mit Kopf und Herz. Ganz anders als reines Faktenwissen über sowieso unvorstellbare Zahlen und Grausamkeiten, schafft das Nachvollziehen des konkreten Schicksals einer Familie, mit den Demütigungen, Ausgrenzungen, mit der Angst, den Schmerzen und den Todesqualen, die sie erleiden mussten, eine emotionale Brücke in die Vergangenheit und ermöglicht Lernen, das haften bleibt und Fragen auswirft: Wie konnte es dazu kommen? Was hätte ich getan? Wo ist es heute wichtig, wachsam zu sein? Das sind Themen des politischen Lernens und der Persönlichkeitsbildung, die so die Hoffnung, nachhaltige Spuren in den Köpfen und Herzen der jungen Menschen hinterlassen.
Die öffentlichen Präsentationen der Rechercheergebnisse sind eindrucksvolle Veranstaltungen. Für die Schülerinnen und Schüler ist - der durchaus von Lampenfieber begleitete - öffentliche Auftritt eine Chance, an Selbstbewusstsein zu wachsen und sich als wichtige Akteure im Projekt zu erleben.
Seit 2006 sind in Braunschweig 423 Stolpersteine verlegt worden. Eine Auflistung aller Orte findet sich auf der Homepage des Vereins: www.stolpersteine-fuer-braunschweig.de.